Week 1 in Paris

22.09.-29.09.2019

Zu meiner ersten Arbeitswoche lässt sich sagen, ich wurde sehr lieb in meiner Abteilung empfangen und ich fühlte mich direkt wohl. Kleiner Einwand nebenbei, aus Deutschland bin ich es gewohnt so gegen 8 Uhr im Büro zu sein und meist bis 15:30/16:00 zu arbeiten. Hier in Frankreich ist das ein bisschen anders. Die meisten trudeln erst gegen 9/10 Uhr ein und arbeiten dafür bis 19/20 Uhr. Was auf den ersten Blick ganz schön lange erscheint, wird durch eine entspannte, ausgiebige Mittagspause ein wenig verkürzt. Dennoch ist es eindeutig ein anderer Arbeitsalltag als in Deutschland.

Ein kleiner Funfact nebenbei: Wenn ich aus dem Bürofenster gucke, kann ich den Eiffelturm von hieraus sehen. Wer erkennt ihn?


TOUR EIFFEL

À propros Tour Eiffel, das war meine erste Sehenswürdigkeit, die ich mir hier angeschaut habe. Am Freitagnachmittag, nach der Arbeit, war ich eigentlich etwas müde, konnte es aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren bis jetzt noch so rein gar nichts von Paris gesehen zu haben. Also was habe ich gemacht? Ich habe mich aufgerafft und bin los zum Eiffelturm gefahren. Dank Google Maps habe ich den Weg zum Eiffelturm schnell gefunden und als ich ihn so aus der Nähe gesehen habe, konnte ich einfach nicht anders als über beide Gesichtshälften zu grinsen. Ein „einfaches“ Bauwerk hat richtige Glücksgefühle in mir ausgelöst. Und bereits da wusste ich, die Stadt Paris hat mich in ihren Bann gezogen. Abends bin ich dann kaputt, aber überglücklich ins Bett gefallen.


VERSAILLES

Mein eigentlicher Plan für den ersten Samstag war es die Île-de-la-Cité ein wenig zu erkunden, doch das Wetter war überraschenderweise so schön, dass ich meine Pläne kurzer Hand umgeschmissen habe und mich dazu entschloss nach Versailles zu fahren. In Versailles angekommen, war das Wetter leider nicht ganz so prickelnd wie in Paris selbst. Erst hatte ich Angst, dass es vielleicht doch nicht so schlau war, sich Versailles heute anzuschauen…später wurde ich jedoch eines Besseren belehrt – zum Glück! Nach einigen Schritten zum Schloss, wurde ich dort – wie eigentlich nicht anders zu erwarten – von riesigen Menschenschlangen begrüßt, die nur darauf gewartet haben, sich das Schloss endlich von innen anzuschauen.

Mein allererster Gedanke bei diesem Anblick: Will ich mich da jetzt wirklich 2 Stunden anstellen? Nein, will ich nicht. Was kann ich tun, um die Warterei zu umgehen? Ich habe mich kurzerhand dazu entschlossen eine Gruppenführung zu buchen, mit der ich einfach an den Warteschlangen vorbeispazieren konnte. Gesagt, getan. Es war sogar ein ganz besondere Tour, eine VIP-Tour, mit der man sogar Räume sehen konnte, die für die Öffentlichkeit nicht zu sehen sind. Hat sich das Geld dafür gelohnt? DEFINITIV! Die Räume, die man durch die Tour gesehen hat, haben sich mehr als gelohnt und ein weiterer Pluspunkt war auf jeden Fall, dass man so gut wie allein mit seiner Gruppe in den Räumlichkeiten war. Kein Gedrängel, kein Geschubse!! Wir waren zu 12. in der Gruppe und dementsprechend auch meist nicht mehr als 12 Leute in den Räumen, die wir gesehen haben. Man konnte die Tour also in vollen Zügen genießen. Und wusstet ihr, dass Versailles sogar eine eigene Oper hat? Diese wird zu speziellen Aufführungen sogar heute noch genutzt. Ich war so fasziniert und beeindruckt von Allem, was ich zu sehen bekommen habe, dass ich das gar nicht richtig in Worte fassen kann. Hier stattdessen ein paar Eindrücke, die ich gesammelt habe:


JARDINS DE VERSAILLES

In meiner Tour war der Eintrittspreis der Gärten bereits inkludiert (normaler Eintrittpreis: ca. 10€). Ich konnte also einfach nach der geführten Tour durch das Schloss weiter in die Gärten, um sie auf eigene Faust zu erkunden. Zu meinem Glück ist der anfängliche etwas graue Himmel nach der Besichtigung des Schlosses aufgerissen und die Sonne hat den ganzen Nachmittag geschienen!

Wie nicht anders zu erwarten, sind die Gärten von Versailles ebenfalls unglaublich beeindruckend, ein reinstes Meer aus wunderschönen Brunnen, Blumen und grünen Flächen. Für diejenigen, für die die Erkundung zu Fuß zu anstrengend ist, gibt es sogar Golf Cars zu mieten, mit denen man, durch die Gartenanlage, ja vielmehr Parkanlage, fahren kann. Doch ich würde sagen, dass es zu Fuß einfach mehr Spaß macht. Ein kleiner Tipp hier: definitiv bequeme Schuhe anziehen, mit denen man viel laufen kann!!! Doch ich kann euch jetzt schon sagen, die bequemsten Schuhe können nach diesem Marsch trotzdem nicht verhindern, dass einem die Beine später weh tun. 😀

Doch nun zu den Gärten an sich: Hier wird überall klassische Musik gespielt, was den Spaziergang wirklich romantisch macht. Ein weiterer Vorteil, die Gärten sind so riesig, dass sich die vielen Menschen hier zum Glück leicht alle verlaufen, es ist also nirgends so richtig geballt an Menschen. Vielmehr möchte ich zu den Gärten auch eigentlich nicht sagen, denn die muss man einfach selbst einmal gesehen haben. Als kleiner Vorgeschmack hier ein paar Fotos aus den Gärten.


CAFÉ AU PETIT PALAIS

Einen Kaffee in einem Café in Paris? Das ist definitiv ein Muss. Und wie könnte es schöner sein als dabei noch liebe Mädels kennenzulernen? Am Sonntagmittag habe ich mich mit fünf ganz lieben Mädels auf einen Kaffee im Café de Petit Palais getroffen. Das Ganze kam lustigerweise durch Instagram zustande.

Anschließend sind wir dann weiter Richtung Marais Viertel gelaufen, wobei das Wetter leider nicht so mitgespielt hat – das war uns aber egal. Nach einem lauten Bauchgrummeln war klar, wir müssen definitiv was essen gehen und was wäre französischer als ein Crêpe? Ein Crêpe. 😀 Hier kommt auch schon ein kleiner Tipp von mir: die Crêperia Genia. Zwei Crêpes – ein süßes und ein salziges – plus ein Getränk für nur 5€, na wie hört sich das an? Super. Und es hört sich nicht nur super an, sondern schmeckt auch lecker. An diesem Sonntag habe ich dann also auch meine ersten beiden Crêpes in Paris gegessen und zum ersten Mal auch ein salziges. Das heißt als Hauptgang gab es eins mit Käse und Pilzen und als Dessert dann ein Crêpe mit Nutella.

Die Zeit verging wie im Flug, irgendwann gegen Spätnachmittag/Abend haben wir uns dann getrennt und sind Richtung nach Hause gegangen bzw. gefahren.

Was für eine tolle erste Woche in Paris!!

xoxo, Catalina

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