Week 9 in Paris

18.11.2019-24.11.2019

Meine letzte Arbeitswoche ist um und eine Woche Urlaub in Paris mit meiner Mama liegt noch vor mir. Ich weiß, ich habe es bisher schon oft gesagt, aber die Wochen hier sind einfach wie im Flug vergangen. Doch nun zur eigentlichen Frage: Was habe ich in meiner vorletzten Woche hier in Paris erlebt?

Montag und Dienstag sahen relativ entspannt aus: Dienstag bin ich nach der Arbeit nochmal in die Stadt gefahren, um mir selbst ein Bild von der bekannten City Pharma in der Rue du Four zu machen – die angeblich günstigste Pharmacie in Paris. Ich kann euch sagen, sie ist wirklich, wirklich günstig!! Dort habe ich mich mit Kosmetik eingedeckt, da französische Marken, wie z.B. Nuxe, Bioderma, La Roche Posay hier einfach deutlich preiswerter sind als in Deutschland.

Am Mittwoch stand ein Kinoabend mit Viktoria auf meinem Plan – wir wollten uns „Frozen“ Teil 2 anschauen. Anfangs hatten wir ein bisschen Sorge, dass wir vielleicht nicht alles auf Französisch verstehen würden, doch kaum ging der Film los, mussten wir lachen: Der Film lief nicht auf Französisch, sondern wurde auf Englisch mit französischen Untertiteln gezeigt. Mein Fazit: Der Film war wirklich süß, doch ich finde, dass er nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten kann – ist ja leider meistens so, wenn sich die Produzenten dafür entscheiden,  einen zweiten Teil herauszubringen…

Donnerstag hatte ich meinen letzten Arbeitstag in Frankreich. Meine Auslandsphase in Paris hat mir wirklich sehr gut gefallen, und ich habe mich in meiner Abteilung sehr wohl gefühlt. Wer weiß, vielleicht verschlägt es mich ja noch einmal dorthin? Abends habe ich meine Mama vom Flughafen abgeholt und wir sind zusammen zu mir nach Hause gefahren. Bei leckerem Wein, Käse und Baguette haben wir überlegt, wann wir was am besten machen könnten. Wobei man sich auf unsere Pläne nie so verlassen kann, die werden meistens spontan wieder umgeworfen und wir machen doch was anderes…:-D

Freitagfrüh entschlossen wir uns dann endgültig, an diesem Tag ins Disneyland zu fahren, weil herrlicher Sonnenschein war. Gegen 8 Uhr sind wir mit der RER gestartet, um pünktlich zur Öffnung um 10 Uhr vor Ort anzukommen. Die Zugfahrt haben wir genutzt, uns darüber zu informieren, welche Attraktionen wir auf jeden Fall fahren wollten und haben uns eine kleine „To-Do-Liste“ geschrieben. Dank unseres Kombitickets konnten wir uns sowohl die  Walt Disney Studios als auch den Disneyland Park anschauen. Als erstes standen wir im Walt Disney Studio Park mehr als nur eine gute Stunde an, um dann im Tower of Terror für fünf Minuten richtig durchgeschüttelt zu werden. Anschließend ging es mit der TramTour „Behind the Scenes“ der Walt Disney Studios. Danach standen die beiden Achterbahnen Crush Coaster und Ratatouille auf unserem Programm. Nach diesen vier Attraktionen, die laut Internet ein „Must-Do“ sind, waren wir beide aufgrund der langen Warteschlangen so schlecht gelaunt, dass wir kurz davor waren, wieder nach Hause zu fahren. Die Wartezeit stand in absolut keinem Verhältnis zu der Vergnügungszeit der Attraktionen – und das trotz Nebensaison. Und die angezeigten Wartezeiten stimmten vorne und hinten nicht. Ziemlich schlecht gelaunt sind wir dann rüber ins Disneyland, um uns dort wenigstens noch das traumhafte Dornröschenschloss anschauen.

Dort war die schlechte Laune auf einmal wie verflogen. Der Park mit seiner wunderschönen Weihnachtsdekoration hat uns ein wenig verzaubert – genauso hatten wir uns das Disneyland vorgestellt. Hier standen zwar eigentlich nur noch Attraktionen auf unserer „To-Do-Liste“, die wir evtl. anschauen wollten, falls noch Zeit wäre, aber letztlich haben wir sie alle gesehen, und sie haben uns mit Abstand viel besser gefallen als alles in den Walt Disney Studios. Sei es das zauberhafte Labyrinth von „Alice  im Wunderland“, die Themenfahrt „Fluch der Karibik“, eine idyllische Bootsfahrt durch das Land der Feen und Märchen oder die Kabine von Robinson Crusoe hoch oben in einem Baumhaus. Um 17 Uhr haben wir dann die berühmte Disney Parade bewundert, ein scheinbar endloses Spektakel mit hinreißenden Kostümen. Der feuerspeiende Drache hat mich am meisten begeistert. Zum Ende der Parade wurde es dunkel und wir machten uns auf den Weg zu unserer letzten Attraktion, einer Geisterfahrt durch das „Phantom Manor“. Die Wartezeit dort war super kurz, weil viele Besucher bis zum Schluss bei der Parade waren.  Wirklich gruselig war die Fahrt allerdings nicht, eher faszinierend. Es sah wirklich so aus, als würden in der großen Festhalle durchsichtige Geister miteinander tanzen. Es wirkte täuschend echt! Nach dieser Fahrt waren wir beide von dem Tag mit der ganzen Ansteherei und den vielen Eindrücken so kaputt, dass wir nicht mehr auf das große Feuerwerk warten wollten, sondern direkt mit der RER nach Hause gefahren sind. Schließlich hatten wir ja auch noch zwei Stunden Heimfahrt vor uns. Zu Hause angekommen sind wir direkt ins Bett gefallen…

Am Samstagvormittag ging’s ans Kofferpacken, denn für die letzte Woche sind Mama und ich von dem Vorort, wo ich bisher gewohnt habe, direkt ins Quartier Latin, ins 5. Arrondissement, mitten im Herzen von Paris, umgezogen. Nach dem „Umzug“ sind wir als erstes ein super leckeres Crêpe essen gegangen, um danach gestärkt für die weitere Erkundungstour zu sein. Angefangen haben wir mit der Île-de-la-Cîté und einer Kugel Eis für 4 EUR bei Berthillon (ja, wir hatten davor schon ein Crêpe, aber wer kann sich das leckerste Eis in ganz Paris schon entgehen lassen? – Ich nicht. Und ja, es ist wirklich das leckerste Eis!! Hat aber ja auch einen stolzen Preis…). Dann ging es entlang der Seine, vorbei an den zahlreichen Bouquinisten und der in diesem Jahr abgebrannten Notre Dame, weiter Richtung Institut du Monde Arabe, wo man vom 8. Stock kostenlos einen super Blick über Paris hat. Dort haben wir den Sonnenuntergang genossen. Auf dem Rückweg nach Hause sind wir am Panthéon und an der Sorbonne, einer der ältesten Unis von Paris, vorbeigekommen und haben den Abend bei uns in der Straße bei einem leckeren Inder ausklingen lassen. 

Unser Sonntagmorgen begann mit stundenlangem gemütlichem Schlendern über den Marché aux Puces an der Porte de Clingnancourt – dem größten Flohmarkt in Europa. Er ist in verschiedene Abschnitte unterteilt: Es fängt mit vielen Fake-Markenartikeln an, aber es gibt auch richtig schöne Ecken mit antiken Möbeln, Vintage Schmuck, Kleidung, Bildern, kurz: mit allem, was das Herz begehrt. Meine Mama und ich lieben solche Märkte, und vor allem der Vintage-Teil hat uns richtig gut gefallen. Wir haben natürlich auch einige echte „Schätze“ entdeckt, an denen wir uns täglich erfreuen. 

Anschließend haben wir einen kurzen Abstecher zur Recyclerie gemacht, in der ich in meiner Week 6 in Paris schon einmal mit Viktoria war. Nach kurzer Verschnaufpause dort sind wir weiter zu einem der bekanntesten und schönsten Friedhöfe der Welt gefahren, dem Père Lachaise. Ich war wirklich verblüfft, als ich dort ankam: So einen Friedhof habe ich noch nie gesehen.  Dort befinden sich unendlich viele aufwändige Familiengruften, und viele bekannte Persönlichkeiten liegen dort begraben, u.a. die französische Sängerin Edith Pia, der Architekt der Pariser Oper, Charles Garnier, Jim Morrisson, der Sänger der Doors und viele andere mehr. Es wirkte ein bisschen so wie in einem Gruselfilm… 

Bevor es an diesem Tag wieder zurück ins „unser“ Quartier Latin ging, sind wir noch ein bisschen gebummelt, vorbei an der Fontaine Saint Michel, der Sorbonne bis hin zum Jardin du Luxembourg. Und es hat sich bestätigt, was ich bereits in meinem Blogbeitrag Week 3 in Paris geschrieben habe: die meisten bunten Blumen wurden inzwischen ausgepflanzt, und der Park sieht jetzt wirklich winterlich kahl aus – kein Vergleich zu vorher. Nachmittags haben meine Mama und ich mit einem Mojito im Le Rostard auf den tollen Tag angestoßen.

Die Trüffelpasta im Restaurant Ober Mamma war der krönende Tages-Abschluss und das Abschiedsessen mit Viktoria. Es war ein wirklich schöner Abend! @Viktoria, wenn du das liest, fühl dich ganz fest gedrückt, du fehlst mir! 

Bis zum nächsten Mal!

Eure Catalina 🙂

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