Hervorgehoben

Ein eigener Blog?

Montag, 22:13: Wie war dein Tag heute? Bist du glücklich? Hast du alles geschafft, was du machen wolltest? Denkst du nicht schon länger darüber nach, einen eigenen Blog zu starten? Fragen, die mir abends so durch den Kopf gehen… Natürlich nicht jeden Abend dieselben, aber einen eigenen Blog zu starten, wäre das nicht eine coole Idee? Warum immer so lange überlegen und nicht einfach darauf losstarten? Wenn nicht jetzt, wann dann?


Also, warum starte ich nicht einfach und erzähle ein bisschen über mich?

Wenn Du das liest, ist es offiziell: Ich habe meinen eigenen Blog gestartet, finally!!

Wer bin ich? Ich heiße Catalina, bin 20 Jahre alt und studiere Business Administration. Ich liebe es zu reisen, viel Zeit mit meinen Freunden zu verbringen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Warum der Blog? Habe ich fast schon mit der ersten Frage beantwortet – ich liebe es zu reisen. Meine Liebe und Freude am Reisen möchte ich gern mit meiner Familie, meinen Freunden und vielleicht ja auch Dir teilen und euch an meinen Erlebnissen teilhaben lassen. Warum dann dies nicht einfach über einen Blog tun? Außerdem starte ich den Blog auch für mich selbst, um mich an die tollen Dinge zu erinnern, die ich bisher erleben durfte und wie ich mich dabei gefühlt habe. 2 Monate in Paris haben mir den Startschuss hierfür gegeben und diesen möchte ich nutzen, um meine Idee von einem eigenen Blog endlich einmal zu finalisieren!

Wenn es Dich interessiert, was ich bisher so gesehen habe und was ich an Eindrücken sammeln konnte, bleib gerne da und ich wünsche Dir viel Spaß beim Durchlesen!

Bises,
Catalina


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Week 9 in Paris

18.11.2019-24.11.2019

Meine letzte Arbeitswoche ist um und eine Woche Urlaub in Paris mit meiner Mama liegt noch vor mir. Ich weiß, ich habe es bisher schon oft gesagt, aber die Wochen hier sind einfach wie im Flug vergangen. Doch nun zur eigentlichen Frage: Was habe ich in meiner vorletzten Woche hier in Paris erlebt?

Montag und Dienstag sahen relativ entspannt aus: Dienstag bin ich nach der Arbeit nochmal in die Stadt gefahren, um mir selbst ein Bild von der bekannten City Pharma in der Rue du Four zu machen – die angeblich günstigste Pharmacie in Paris. Ich kann euch sagen, sie ist wirklich, wirklich günstig!! Dort habe ich mich mit Kosmetik eingedeckt, da französische Marken, wie z.B. Nuxe, Bioderma, La Roche Posay hier einfach deutlich preiswerter sind als in Deutschland.

Am Mittwoch stand ein Kinoabend mit Viktoria auf meinem Plan – wir wollten uns „Frozen“ Teil 2 anschauen. Anfangs hatten wir ein bisschen Sorge, dass wir vielleicht nicht alles auf Französisch verstehen würden, doch kaum ging der Film los, mussten wir lachen: Der Film lief nicht auf Französisch, sondern wurde auf Englisch mit französischen Untertiteln gezeigt. Mein Fazit: Der Film war wirklich süß, doch ich finde, dass er nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten kann – ist ja leider meistens so, wenn sich die Produzenten dafür entscheiden,  einen zweiten Teil herauszubringen…

Donnerstag hatte ich meinen letzten Arbeitstag in Frankreich. Meine Auslandsphase in Paris hat mir wirklich sehr gut gefallen, und ich habe mich in meiner Abteilung sehr wohl gefühlt. Wer weiß, vielleicht verschlägt es mich ja noch einmal dorthin? Abends habe ich meine Mama vom Flughafen abgeholt und wir sind zusammen zu mir nach Hause gefahren. Bei leckerem Wein, Käse und Baguette haben wir überlegt, wann wir was am besten machen könnten. Wobei man sich auf unsere Pläne nie so verlassen kann, die werden meistens spontan wieder umgeworfen und wir machen doch was anderes…:-D

Freitagfrüh entschlossen wir uns dann endgültig, an diesem Tag ins Disneyland zu fahren, weil herrlicher Sonnenschein war. Gegen 8 Uhr sind wir mit der RER gestartet, um pünktlich zur Öffnung um 10 Uhr vor Ort anzukommen. Die Zugfahrt haben wir genutzt, uns darüber zu informieren, welche Attraktionen wir auf jeden Fall fahren wollten und haben uns eine kleine „To-Do-Liste“ geschrieben. Dank unseres Kombitickets konnten wir uns sowohl die  Walt Disney Studios als auch den Disneyland Park anschauen. Als erstes standen wir im Walt Disney Studio Park mehr als nur eine gute Stunde an, um dann im Tower of Terror für fünf Minuten richtig durchgeschüttelt zu werden. Anschließend ging es mit der TramTour „Behind the Scenes“ der Walt Disney Studios. Danach standen die beiden Achterbahnen Crush Coaster und Ratatouille auf unserem Programm. Nach diesen vier Attraktionen, die laut Internet ein „Must-Do“ sind, waren wir beide aufgrund der langen Warteschlangen so schlecht gelaunt, dass wir kurz davor waren, wieder nach Hause zu fahren. Die Wartezeit stand in absolut keinem Verhältnis zu der Vergnügungszeit der Attraktionen – und das trotz Nebensaison. Und die angezeigten Wartezeiten stimmten vorne und hinten nicht. Ziemlich schlecht gelaunt sind wir dann rüber ins Disneyland, um uns dort wenigstens noch das traumhafte Dornröschenschloss anschauen.

Dort war die schlechte Laune auf einmal wie verflogen. Der Park mit seiner wunderschönen Weihnachtsdekoration hat uns ein wenig verzaubert – genauso hatten wir uns das Disneyland vorgestellt. Hier standen zwar eigentlich nur noch Attraktionen auf unserer „To-Do-Liste“, die wir evtl. anschauen wollten, falls noch Zeit wäre, aber letztlich haben wir sie alle gesehen, und sie haben uns mit Abstand viel besser gefallen als alles in den Walt Disney Studios. Sei es das zauberhafte Labyrinth von „Alice  im Wunderland“, die Themenfahrt „Fluch der Karibik“, eine idyllische Bootsfahrt durch das Land der Feen und Märchen oder die Kabine von Robinson Crusoe hoch oben in einem Baumhaus. Um 17 Uhr haben wir dann die berühmte Disney Parade bewundert, ein scheinbar endloses Spektakel mit hinreißenden Kostümen. Der feuerspeiende Drache hat mich am meisten begeistert. Zum Ende der Parade wurde es dunkel und wir machten uns auf den Weg zu unserer letzten Attraktion, einer Geisterfahrt durch das „Phantom Manor“. Die Wartezeit dort war super kurz, weil viele Besucher bis zum Schluss bei der Parade waren.  Wirklich gruselig war die Fahrt allerdings nicht, eher faszinierend. Es sah wirklich so aus, als würden in der großen Festhalle durchsichtige Geister miteinander tanzen. Es wirkte täuschend echt! Nach dieser Fahrt waren wir beide von dem Tag mit der ganzen Ansteherei und den vielen Eindrücken so kaputt, dass wir nicht mehr auf das große Feuerwerk warten wollten, sondern direkt mit der RER nach Hause gefahren sind. Schließlich hatten wir ja auch noch zwei Stunden Heimfahrt vor uns. Zu Hause angekommen sind wir direkt ins Bett gefallen…

Am Samstagvormittag ging’s ans Kofferpacken, denn für die letzte Woche sind Mama und ich von dem Vorort, wo ich bisher gewohnt habe, direkt ins Quartier Latin, ins 5. Arrondissement, mitten im Herzen von Paris, umgezogen. Nach dem „Umzug“ sind wir als erstes ein super leckeres Crêpe essen gegangen, um danach gestärkt für die weitere Erkundungstour zu sein. Angefangen haben wir mit der Île-de-la-Cîté und einer Kugel Eis für 4 EUR bei Berthillon (ja, wir hatten davor schon ein Crêpe, aber wer kann sich das leckerste Eis in ganz Paris schon entgehen lassen? – Ich nicht. Und ja, es ist wirklich das leckerste Eis!! Hat aber ja auch einen stolzen Preis…). Dann ging es entlang der Seine, vorbei an den zahlreichen Bouquinisten und der in diesem Jahr abgebrannten Notre Dame, weiter Richtung Institut du Monde Arabe, wo man vom 8. Stock kostenlos einen super Blick über Paris hat. Dort haben wir den Sonnenuntergang genossen. Auf dem Rückweg nach Hause sind wir am Panthéon und an der Sorbonne, einer der ältesten Unis von Paris, vorbeigekommen und haben den Abend bei uns in der Straße bei einem leckeren Inder ausklingen lassen. 

Unser Sonntagmorgen begann mit stundenlangem gemütlichem Schlendern über den Marché aux Puces an der Porte de Clingnancourt – dem größten Flohmarkt in Europa. Er ist in verschiedene Abschnitte unterteilt: Es fängt mit vielen Fake-Markenartikeln an, aber es gibt auch richtig schöne Ecken mit antiken Möbeln, Vintage Schmuck, Kleidung, Bildern, kurz: mit allem, was das Herz begehrt. Meine Mama und ich lieben solche Märkte, und vor allem der Vintage-Teil hat uns richtig gut gefallen. Wir haben natürlich auch einige echte „Schätze“ entdeckt, an denen wir uns täglich erfreuen. 

Anschließend haben wir einen kurzen Abstecher zur Recyclerie gemacht, in der ich in meiner Week 6 in Paris schon einmal mit Viktoria war. Nach kurzer Verschnaufpause dort sind wir weiter zu einem der bekanntesten und schönsten Friedhöfe der Welt gefahren, dem Père Lachaise. Ich war wirklich verblüfft, als ich dort ankam: So einen Friedhof habe ich noch nie gesehen.  Dort befinden sich unendlich viele aufwändige Familiengruften, und viele bekannte Persönlichkeiten liegen dort begraben, u.a. die französische Sängerin Edith Pia, der Architekt der Pariser Oper, Charles Garnier, Jim Morrisson, der Sänger der Doors und viele andere mehr. Es wirkte ein bisschen so wie in einem Gruselfilm… 

Bevor es an diesem Tag wieder zurück ins „unser“ Quartier Latin ging, sind wir noch ein bisschen gebummelt, vorbei an der Fontaine Saint Michel, der Sorbonne bis hin zum Jardin du Luxembourg. Und es hat sich bestätigt, was ich bereits in meinem Blogbeitrag Week 3 in Paris geschrieben habe: die meisten bunten Blumen wurden inzwischen ausgepflanzt, und der Park sieht jetzt wirklich winterlich kahl aus – kein Vergleich zu vorher. Nachmittags haben meine Mama und ich mit einem Mojito im Le Rostard auf den tollen Tag angestoßen.

Die Trüffelpasta im Restaurant Ober Mamma war der krönende Tages-Abschluss und das Abschiedsessen mit Viktoria. Es war ein wirklich schöner Abend! @Viktoria, wenn du das liest, fühl dich ganz fest gedrückt, du fehlst mir! 

Bis zum nächsten Mal!

Eure Catalina 🙂

Week 8 in Paris

11.11.2019-17.11.2019

Am 11.11.1918 wurde der Waffenstillstand zwischen dem Deutschen Reich sowie Frankreich und Großbritannien geschlossen und beendete damit die Angriffe im Ersten Weltkrieg. Der Waffenstillstandstag gilt in Frankreich als Feiertag, weshalb ich einen Tag länger Wochenende und damit eine verkürzte Arbeitswoche hatte. Ist das zu glauben? Das war meine vorletzte Woche und mittlerweile habe ich nur noch eine vor mir, in der ich hier in Frankreich arbeite…


Einen besseren Start in die Woche hätte ich mir nicht vorstellen können: Gemütlich aufstehen, anschließend zu Viktoria fahren, leckeres selbstgemachtes Oatmeal mit roten Früchten und frisch gepresstem O-Saft genießen und das an einem Montag. Nachdem wir entspannt in den Tag gestartet sind, ging es für uns ins 9. Arrondissement zur Opéra Garnier. Die Besichtigung der Oper war bei dem Schmuddelwetter, das wir an dem Tag hatten, eindeutig die beste Option, zumal wir sie beide vorher noch nicht von innen gesehen hatten.

Fazit zur Opéra? Sie ist definitiv einen Besuch wert: Die Oper ist so glamourös, prunkvoll und beeindruckend.  Wahnsinn, wie viel Kunst in nur einem Gebäude stecken kann. Überall tolle, goldene Verzierungen, ein pompöser Eingangsbereich, riesige Spiegel, die bis unter die Decke gehen und nicht zu vergessen, die tollen Kronleuchter, die für eine schöne Beleuchtung sorgen.

Nach der Besichtigung sind wir ein bisschen durch die Straßen Richtung Jardin des Tuileries und Musée de l’Orangerie geschlendert. Angekommen im Museum haben wir uns ganz in Ruhe die Seerosen von Monet angesehen. Mir war vorher nicht bewusst, dass sich die Kunstwerke auf so langen Ölgemälden befinden – wirklich sehenswert. Die Galerie im Untergeschoss des Museums war leider so überfüllt, dass wir da nur „durchgerauscht“ sind und lediglich vor einigen wenigen Gemälden Halt gemacht haben.

Im Anschluss ging es für uns weiter zum Palais Royal bzw. vielmehr zu den allseits bekannten schwarz-weißen Säulen des Palais Royal. Bei vielen Leuten sah es so einfach aus, auf die riesigen Zylinder zu kommen, doch als ich es selbst probiert habe, war es alles andere als das… Wahrscheinlich lag es an meinem Wintermantel…(das rede ich mir einfach ein :D)

Gegen Nachmittag wollten wir nach Pigalle, um uns dort den wohl coolsten Basketballplatz, den ich kenne, anzuschauen. Durch Zufall sind wir auf dem Hinweg auf eine der wenigen noch übrigen typischen, pariserischen Galerien getroffen: der Galerie Vivienne. Man findet dort kleine Boutiquen, Schmuckläden und urige, alte Bücherstübchen. Dabei ist mir mal wieder aufgefallen, wie toll es ist, Paris zu Fuß zu erkunden, denn dabei entdeckt man Sachen, die einem sonst nie aufgefallen wären bzw. die man sonst nie gesehen hätte. Wer also die Wahl hat zwischen Paris zu Fuß zu erkunden oder mit der Metro, dem kann ich nur ans Herz legen sich für ersteres zu entscheiden!

Doch zurück zum Basketballplatz. Leider war er aufgrund des Feiertages nicht geöffnet, doch wer gern Basketball spielt und Lust hat, mal in Paris auf einem wirklich besonderen Platz zu spielen, der sollte sich dieses Erlebnis auf keinen Fall entgehen lassen! Ich habe noch nie einen schöneren Basketballplatz gesehen, etwa einer von euch?

Die Basilika Sacre Coeur befindet sich ganz in der Nähe des Viertel Pigalle. Und was wäre schöner als den Sonnenuntergang über Paris von dort oben zu beobachten? Deshalb entschlossen wir uns kurzerhand unser Abendessen ein wenig nach hinten zu verschieben und stattdessen den Sonnenuntergang von dort aus zu genießen. Zu unserem Glück ist ab Nachmittag nämlich der Himmel aufgerissen und die Sonne kam hinter den dunklen Wolken hervor.

Als Tagesabschluss sind wir noch einmal zu der Crêperie gefahren, in der Viktoria und ich schon in meiner Week 6 in Paris waren, weil das Galette dort so lecker war – das Galette Calzone.


Dienstag und Mittwoch sahen bei mir nach der Arbeit eher entspannt aus. Am Donnerstag hingegen kam mich Greta für das Wochenende besuchen!! Spontan hat sie mich davon überzeugt, abends das Länderspiel Frankreich gegen Moldawien im Stade de France anzuschauen, denn wann bekommt man mal wieder die Möglichkeit für 15€ im Nationalstadion ein Länderspiel zu sehen? Bevor wir dorthin gefahren sind, haben wir uns den angeblich leckersten Falafel in Paris im Viertel Marais geholt. Ich kann nur sagen, er war wirklich sehr gut!!

Anschließend ging es weiter Richtung Stadion, vor dem Menschenmassen nur darauf gewartet haben rein gelassen zu werden. Wer es noch nicht wusste, in die Fußballarena passen rund 80.000 Menschen und zu meinem Erstaunen, waren an dem Tag nur noch wirklich wenige Plätze frei. Das Spiel war richtig gut besucht. Fairerweise muss ich sagen, dass ich eigentlich kein großer Fußballfan bin, aber die Stimmung in dem Stadion war echt grandios, es hat so viel Spaß gemacht, die Franzosen mit anzufeuern. Auch wenn ich nicht wirklich verstanden habe, was die französischen Fans gebrüllt haben – Hauptsache irgendwas mitgrölen und die Stimmung mit anheizen.

Da ich am Freitag noch arbeiten musste, ist Greta vormittags allein durch die Stadt gebummelt. Nachmittags haben wir uns dann vor Ort getroffen und sind zusammen ein wenig durch die Läden geschlendert. Ganz nach dem Motto „Man gönnt sich ja sonst nichts!“, haben wir uns als kleine Stärkung den leckersten Cookie der Stadt bei Scoop me a Cookie in Marais geholt. Und ich kann nur sagen, der Cookie war wirklich vom Feinsten. Von dem scheußlichen Regen haben wir uns nicht unterkriegen lassen und sind weiter durch die Kaufhäuser gebummelt – davon gibt es in Paris zum Glück reichlich. Damit wir unserem obigen Motto treu bleiben haben wir uns abends dazu entschieden ein „Inder-Testessen“ zu machen :D.

Eigentlich war das nicht ganz freiwillig, aber im Nachhinein sehr lecker. Der erste Inder war in Saint-Denis mit der Besonderheit, dass das Restaurant von innen so aussah, als würde man in einem Zug sitzen: Gepäckablagen für die Garderobe und Bildschirme in Form von Zugfenstern, die einem das Gefühl gegeben haben, man würde sich in einem fahrenden Zug befinden. Die Portionen waren dort allerdings wirklich klein, weshalb wir uns im Anschluss spontan noch bei einem zweiten Inder reingesetzt haben. Dort haben wir uns dann eine Portion geteilt. Beide Male gab es richtig leckeres Knoblauch Naan Bread und Butter Chicken, beim zweiten Inder zum Glück auch mit Reis. Wenn ich jetzt dran denke, bekomme ich schon wieder Hunger. Nach unserem ausgiebigen Testessen (es waren ja doch „nur“ zwei Restaurants) sind wir glücklich und zufrieden nach Hause gekugelt. 😀


Unser eigentlicher Plan für das Wochenende war es, das Yves-Saint-Laurent-Museum zu besichtigen, was sich schlussendlich aufgrund der Gelbwesten Demonstrationen als sehr schwierig rausstellte: Wegen der Demos waren alle Metrostationen im Umkreis des Museums gesperrt. Also haben wir unsere Pläne über Bord geworfen und stattdessen dort weitergemacht, wo wir Freitag aufgehört haben. Als erstes sind wir auf die Dachterrasse des Printemps Homme gefahren, um die Skyline von Paris zu genießen. Anschließend sind wir ein bisschen durch die Frauenabteilung des Kaufhauses geschlendert bis sich der kleine Hunger bei uns meldete. Mit einem Croque Monsieur haben wir uns in der Galerie Lafayette gestärkt, ehe es weiter Richtung Hôtel de Ville und Marais ging. Dort wurde unsere Bummelei dann fortgesetzt. Das Viertel bietet so viele verschiedene Shoppingmöglichkeiten, von Concept Stores, zu kleinen Boutiquen bis hin zu Vintageläden – es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Nach dem gleichen Motto wie am Freitag, „Man gönnt sich ja sonst nichts!“, waren wir am Samstagabend italienisch essen. Angefangen mit der Vorspeise, einem wirklich leckeren Burrata mit frischem Brot, Olivenöl, Salz und Pfeffer, dem Hauptgang, die beste Trüffelpasta, die ich bisher gegessen habe (wirklich zum reinsetzen!!) und als wäre das nicht schon genug, als Dessert noch eine flambierte Crème Brûlée. Zu diesem Italiener werde ich auf jeden Fall auch nochmal mit meiner Mama gehen, wenn sie mich besuchen kommt.

Als Tagesabschluss sind wir mit zwei E-Scootern zum Eiffelturm gefahren und haben dem glitzernden Spektakel zugeschaut. Daran kann man sich einfach nicht satt sehen!!


Der Abreisetag von Greta kam schneller als gedacht…Am Sonntag sind wir mit einem leckeren Frühstück im Pain Quotien in den Tag gestartet. Für uns gab es Scrabbled Egg Toast mit Avocado, Pesto Rosso und dazu einen frisch gepressten O-Saft – yummy!! Bei Pierre Hermé gab es noch einen Macaron zum Abschluss und dann ging es auch schon zum Gare de l’Est, Greta zum Zug bringen.

Abends habe ich mich noch mit Viktoria getroffen und wir haben zusammen gekocht – einfache Nudeln mit Tomatensauce, die trotz der Einfachheit sehr lecker waren. Es war mal wieder ein wirklich tolles Wochenende hier in Paris und ich bin so dankbar dafür, dass ich das alles erleben darf!!

Habt noch eine schöne Restwoche!
Eure Catalina

Week 7 in Paris

04.11.2019-10.11.2019

Sieben Wochen sind um und meine achte Woche neigt sich auch schon dem Ende zu. In knapp zwei Wochen geht es für mich wieder nach Hause. Einerseits freue ich mich natürlich sehr auf meine Liebsten und auf zu Hause, andrerseits werde ich Paris bestimmt ein bisschen vermissen. Mir gefällt es hier wirklich gut!! Doch nun zu der eigentlichen Frage: Was stand in meiner siebten Woche so an?


Nachts im Museum 4

Wer von euch kennt die Filmreihe „Nachts im Museum“? Am Mittwochabend im Musée du Louvre habe ich mich ein klein bisschen wie in dem Film gefühlt. Vielen Leuten bzw. vielmehr Touristen ist nicht bekannt oder bewusst, dass das Louvre mittwochs und freitags bis 21.45 Uhr auf hat, weshalb es dort dementsprechend leer sein soll. Ich habe mich selbst davon überzeugen wollen und bin diesen Mittwoch gegen 19 Uhr ins Louvre gefahren. Und die große Frage der Fragen: War es wirklich so leer wie angenommen? Ja, definitiv.

Ich kann nur jedem empfehlen das Louvre am Wochenende zu meiden und sich stattdessen das Museum an einem Mittwochabend anzuschauen. Weder Schlangen vor der Pyramide noch vor den Ticketschaltern noch vor der Mona Lisa – keine Menschenmassen, kein Gedrängel, eigentlich eher das komplette Gegenteil. Ich war sehr überrascht, wie leer es dort war, habe mich aber umso mehr darüber gefreut. Dadurch hat mir die ganze Besichtigung so viel besser gefallen. Man konnte das Museum richtig genießen. Zwischendurch habe ich mich verlaufen und bin in einem kleineren, düsteren Raum kurzzeitig komplett allein gewesen, nebenan hat im Fluchttunnel dann noch eine Lampe angefangen zu flackern – fast schon wie im Horrorfilm oder wie bei „Nachts im Museum“. Mir ist ein bisschen mulmig dabei geworden und ich bin schnell aus dem „Horrorraum“ in eine größere Halle geflüchtet. Kurz nach meiner Gruselerfahrung ist mir Viktoria auch schon in die Arme gelaufen und wir haben uns gemeinsam auf Entdeckungstour begeben. Unter anderem haben wir uns die Venus von Milo, Nike von Samothrake, Ramses II, die Mauern des alten Louvre und natürlich die Mona Lisa angesehen.

Noch eine Kleinigkeit, die man vielleicht vorher wissen sollte: Auch wenn es heißt, das Louvre ist bis 21.45 Uhr geöffnet, wird man gegen 20 nach neun, schon nicht mehr zu allen Ausstellungsstücken gelassen. Also falls ihr euch dafür entscheidet mittwochs gegen Abend in das Musée du Louvre zu gehen, geht davon aus, dass ihr bis 21.20 Uhr definitiv alles sehen könnt und danach langsam zum Gehen gebeten werdet. Mein Abschlussfazit: Ein wirklich toller Tipp sich das Louvre mittwochs oder freitags gegen Abend anzuschauen, den ich nur wärmstens weiterempfehlen kann, denn es lohnt sich ungemein!!


Un bon weekend près de Paris

Dieses Wochenende war weniger spannend, dafür mehr gemütlich. Am Freitag wurde ich von einer Freundin meiner Oma und dessen Mann abgeholt. Bevor es nach Hause ging, haben die beiden mit mir noch eine private Sightseeing Tour im Auto durch Paris bei Nacht gemacht. Zwischendurch überkam mich ein bisschen das Gefühl, ich hätte noch nichts von Paris gesehen, weil mir viele Kleinigkeiten, die ich an dem Abend gesehen habe, vorher nie aufgefallen sind. Meistens fallen sie einem meist erst nach dem zweiten oder dritten Anblick auf. Deshalb war ich auch umso glücklicher über diese kleine Tour, denn sie hat mir Paris mal wieder von einer ganz anderen Seite gezeigt. Anschließend haben wir den Abend bei einem leckeren Abendessen und Wein ausklingen lassen.

Die beiden haben ein Haus in der Umgebung von Paris, ganz in der Nähe von Fontainebleau, weshalb das Schloss am Samstag auf unserem Besichtigungsplan stand. Auf der Hinfahrt sind wir durch ein kleines Künstlerdorf namens Barbizon gefahren. Ein wirklich süßes Dörfchen mit einladenden Cafés, charmanten Häusern und kleinen Boutiquen und Galerien. Barbizon bezeichnet auch eine Künstlerkolonie, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in dieser Gemeinde lebte und arbeitete. Am Schloss Fontainebleau angekommen haben wir uns getrennt und ich habe mir das Schloss sowie die Gärten allein angeschaut, da die Freunde meiner Oma beides nur zu gut kennen.

Meine Eindrücke von Fontainebleau? Eine tolle, etwas kleinere, aber nicht so überrannte Alternative zu Versailles. Im Gegensatz zu Versailles sind die Möbelstücke in Fontainebleau fast alle noch original erhalten. In Versailles hatte ich das Glück durch die VIP Tour in Räumlichkeiten zu schauen, in denen die Möbelstücke ebenfalls noch die originalen von damals waren, in den öffentlichen Räumen sind es allerdings größtenteils „nur“ Nachbauten. Falls ihr mehr über meinen Besuch in Versailles wissen möchtet, schaut gerne in meinem Blogbeitrag Week 1 in Paris vorbei.

Aber zurück zu Fontainebleau: Generell hat es mir dort sehr gut gefallen, die Reihenfolge, in der man die Räume zu sehen bekommt, die Aufmachung, die kleinen Infotafeln usw. Nicht zu vergessen die Garten- bzw. vielmehr Parkanlage. Man kann durch vier verschiedene Gärten gehen und die Schönheit der Natur genießen, vor allem zur jetzigen Jahreszeit hat alles gelb-orange geleuchtet – ein toller Anblick! Wer sich gerne Schlösser anschaut und Versailles schon kennt, für den wäre Fontainebleau bestimmt eine schöne Alternative! Hier ist der Eintritt für U26 Jährige mal wieder kostenlos gewesen 😊


Sonntagfrüh wurde ich mit einem leckeren französischen Frühstück begrüßt, bestehend aus frischen Croissants, einem noch warmen Baguette, frisch-gepresstem O-Saft und einem heißen Café au lait. Nachdem wir uns für den Tag gestärkt hatten ging es in die Gemeinde Milly-la-Fôret auf einen kleinen Trödelmarkt und anschließend zur Chapelle Saint Blaise des Simples. Die Kapelle ist der einzige verbliebene Überrest einer Lepra-Krankenstation des 12. Jahrhunderts. Im 16. Jahrhundert verfiel die Station zunehmend, einzig die Kapelle blieb übrig. Heute kann man die kleine Kapelle und den dazugehörigen Garten mit Heilpflanzen gegen eine kleine Spende besichtigen. 

Im Vergleich zu den anderen Wochenenden mal ein nicht so ereignisreiches, dafür aber nicht weniger schönes Wochenende!

Bis nächste Woche!
Catalina

Week 6 in Paris

28.10.2019-03.11.2019

Dank Allerheiligen am 01.11. hatte ich am Freitag frei, d.h. einen Tag länger Wochenende als normal. Ein kleiner Funfact nebenbei: Egal welcher Tag in Paris ist, es haben fast immer alle Läden geöffnet, sogar an Sonn- und Feiertagen. Ursprünglich stand die Idee im Raum eventuell die Schlösser der Loire zu besichtigen, aber da das Wetter alles andere als vielversprechend aussah, blieb es lediglich bei der Idee. Daumen drücken, dass ich mir die Schlösser noch anschauen kann bzw. werde.


Kultursamstag

Wie eigentlich jedes Wochenende habe ich mich Freitag früh wieder mit Viktoria getroffen, um diesmal die Backside Ausstellung im Musée Bourdelle zu besichtigen. Die Ausstellung zeigt wunderschöne Kreationen von Künstlern, die den Rücken besonders in Szene setzen. Auch wenn er auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, so hat der Rücken die Welt der Mode zu jeder Zeit beschäftigt. Denn auch ein schöner Rücken kann entzücken. Nach der wirklich tollen und interessanten Ausstellung ging es weiter Richtung Panthéon.

Ursprünglich war das Panthéon als Kirchenbau geplant, heute ist es die nationale Ruhmeshalle Frankreichs und Grabstätte vieler französischer Berühmtheiten, wie z.B. Pierre und Marie Curie. Das Gebäude ist wahnsinnig beeindruckend: Riesige Säulen, hohe Decken und vor allem die Kuppeln haben es mir angetan. Nicht zu vergessen auch, das Kellergewölbe, bzw. Krypta, wo sich die Grabstätten befinden. Lange Tunnel mit kleinen Räumen, in denen einige Berühmtheiten wiederzufinden sind. Einige Grabstätten sind geschmückt mit Blumen, Bildern oder schönen Verzierungen, andere sahen dagegen ganz schön kahl aus. Vor jeder Kammer befindet sich ein digitales Tablet, auf dem man sich über die Personen informieren kann, die dort begraben liegen.


Nach unserem Besuch im Panthéon brauchten wir mittags erst einmal eine Stärkung und haben uns in eine nahe liegende Crêperie gesetzt. Hier habe ich das erste Mal ein Galette bestellt, also ein herzhafter Crêpe als richtige Mahlzeit serviert – ein Galette Calzone. Es war wirklich köstlich, dass ich mit dem Gedanken spiele, mich dort nochmal reinzusetzen. Um euch ein bisschen neidisch und hungrig zu machen, hier ein Foto meines leckeren Mittags 😃:

Anschließend ging es für Viktoria und mich weiter Richtung Gare de Lyon zur Rue Crémieux. Wer eine kleine Auszeit von den Pariser Straßen braucht ist an dieser Adresse genau richtig. Die Straße ist zwar nicht extrem lang, aber hier kommt man sich vor als wäre man auf einmal irgendwo im sonnigen Italien gelandet. Ein buntes Häuschen neben dem anderen. Einfach gemütlich durchschlendern und die süßen Häuser genießen, denn fotografieren wird hier nicht gerne gesehen. Als wir auf der Straße spaziert sind, kamen sogar Securities, die Leute daran verhindert haben, dort Fotos zu machen, um die Bewohner nicht zu belästigen.


Vor kurzem hatte ich in einer Zeitschrift von einem geschlossenen Bahnhof gelesen, der umfunktioniert wurde, die sogenannte „La Recyclerie“. Sie ist ein grüner Mix aus Kulturzentrum, Werkstatt, Café und Bauernhof. Nachdem wir also durch die Rue Crémieux geschlendert sind, haben wir uns auf den Weg gemacht, um es uns selbst davon zu überzeugen, dass das in Paris möglich ist. Die Recyclerie befindet sich an der Endstation der Metrolinie 4: Porte Clignancourt. Wer Zeit und Lust hat, dem kann ich nur empfehlen hier einmal vorbeizuschauen, das Café hat ein super cooles, eigenes Flair. Vor allem im Sommer stell ich es mir dort sehr schön vor, draußen auf der Terrasse einen Kaffee zu genießen oder abends gemütlich mit Freunden einen Cocktail zu trinken.

Geht man durch das Café hindurch nach draußen, gelangt man in den „Gartenbereich“ der Recyclerie. Man trifft auf Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen, ein eigenes Kompostsystem, viele Kräuter und einiges mehr. Generell geht es in der Recyclerie um Nachhaltigkeit. Der alte Bahnhof ist ein Experimentierfeld dafür, wie wir in der Stadt des 21. Jahrhunderts ökologisch verantwortlich leben können. Unter anderem wird hier auch in Workshops gezeigt, wie man lokale Zutaten selbst bei sich anbauen kann und worauf man dabei achten sollte. Ein wirklich cooles Konzept.


Spätnachmittags sind wir spontan nach La Défense gefahren, um vom Grand Arc (dem modernen Arc de Triomphe) den Blick auf Paris zu genießen. Da es schon leicht dämmerte, wollten nicht mehr allzu viele Leute auf das Bauwerk und wir waren allein in einer Kapsel, die uns nach oben brachte. Auf dem Grand Arc angekommen, sind wir direkt auf die Dachterrasse hoch. Keine 10 Minuten nachdem wir oben angekommen waren, ging das Glitzerspektakel des Eiffelturms los. Dieser Blick, mit der Aussicht – es war unbeschreiblich schön, in dem Moment war ich einfach nur glücklich, ein richtig toller Tagesabschluss.


Sceaux

Sonntag hat das Wetter leider mal wieder überhaupt nicht mitgespielt und es hat den ganzen Tag bis nachmittags geregnet. Tagsüber blieb ich deshalb gemütlich eingekuschelt im Bettchen liegen und habe zusammen mit Viktoria einen alten Musical-Film angeschaut, der einem einfach immer gute Laune macht. Gegen halb vier, kam endlich ein bisschen die Sonne zum Vorschein und wir haben uns auf den Weg nach Sceaux gemacht – ein Tipp, den mir mein Arbeitskollege gegeben hatte. Am Schlosspark „Parc de Sceaux“ angekommen, kam ich mir vor wie eine Prinzessin, die zu ihrem Schloss hochläuft, es fehlte nur noch das Prinzessinnenkleid. 😃 Es war dort so unglaublich schön. Riesige Rasenflächen, die zum Schloss hochführten, mehrere kleine Brunnen, schön geschnittene Hecken, ein Schloss wie im Märchen. Ich weiß nicht, zum wie vielten Mal ich das jetzt schon in meinem Blog geschrieben habe, aber ich komme nicht aus dem Staunen heraus, was Paris und Umgebung alles zu bieten hat. Die Stadt fasziniert mich jedes Mal aufs Neue!!

À bientôt!
Catalina

Week 5 in Paris

21.10.2019 – 27.10.2019

Halbzeit!! Die zweite Hälfte meines Aufenthalts in Paris ist einfach schon angebrochen. Ich kann es nicht oft genug sagen, die Zeit hier vergeht so unfassbar schnell. Gefühlt war gestern erst mein erstes Wochenende. Kurze Zusammenfassung: Das Wetter hat wirklich verrückt gespielt dieses Wochenende. Am Samstag war es angenehm warm, strahlender Sonnenschein und toller blauer Himmel und Sonntag dann leider das komplette Gegenteil: kalt, windig und regnerisch. Von dem Wetter habe ich mich nicht beeinflussen lassen und meine Pläne einfach angepasst, es war wieder ein richtig tolles Wochenende.

Der Samstag fühlte sich an wie ein Frühlingstag im Oktober. Strahlender Sonnenschein, fast wolkenloser, blauer Himmel und in Lederjacke war mir schon fast ein bisschen zu warm. Ausgeschlafen und putzmunter habe ich mich morgens auf den Weg zum Parc Monceau gemacht, um mich dort mit Viktoria und zwei anderen Mädels zu treffen. Den Tipp mit dem Park hat mir wie auch viele andere Tipps meine liebe Mama gegeben. Als sie jung war, hat sie ein Jahr in Paris gelebt und mir deshalb einige schöne Ecken hier empfohlen. Parc Monceau war ein richtig schöner Tipp. Es ist zwar ein sehr kleiner, dafür aber auch ein sehr feiner Park. Man kommt sich hier ein bisschen vor, als wäre man in einem Märchenwald. Doch überzeugt euch selbst:


Musée Rodin

Nach dem Park ging es weiter zum Musée Rodin. Bis jetzt definitiv eines meiner Lieblingsmuseen hier in Paris. Es besteht aus einem Museumsgarten mit vielen Skulpturen, wie beispielsweise dem berühmten Denker. Sowie einer tollen Villa, in der viele weitere Werke von Rodin zu sehen sind. Man sollte das Museum unbedingt bei schönem Wetter besuchen kommen, damit man den Garten in vollen Zügen genießen kann. Trotz Wochenende war hier nicht wirklich viel los. Ich finde das Museum ist wirklich sehenswert und kann es nur weiterempfehlen – übrigens wieder mal ein Tipp meiner Mama.

Pizzeria Popolare

Eine Stunde vor einem Restaurant warten? Und das nur für eine Pizza? Ja, wir haben uns wirklich eine verdammte Stunde angestellt, nur um in die Pizzeria Popolare zu kommen. Die Pizzen hier gelten als die besten ganz Paris, deshalb auch die lange Warteschlange. Doch die wohl wichtigste Frage: Hat sich das ganze Warten gelohnt? Viktoria und ich hatten beide eine Margherita. Und die Pizza sah nicht nur so unfassbar lecker aus, wie auf dem Bild, sondern sie hat auch wirklich köstlich geschmeckt!! Außerdem muss ich dazu sagen, dass unsere Pizzen bereits nach fünf Minuten auf unserem Tisch standen. Man wartet also lange, um ins Restaurant zu kommen, ist man dann aber einmal drinnen, geht alles ruckizucki. Kurzes Gesamtfazit: Wirklich lange Warterei, die sich aber durch eine super leckere Pizza bezahlt macht und das Mandeltiramisu als Dessert war das i-Tüpfelchen. Wer für eine Pizza eine Stunde warten würde, dem kann ich auf jeden Fall sagen, Du wartest nicht umsonst!! Ein wirklich köstlicher Tagesabschluss!


Paris foire d’automne

Eine Herbstmesse in Paris? Die kam bei dem schlechten Wetter, das wir am Sonntag hatten, wie gerufen! Ein bisschen bei verschiedenen Ständen stöbern, sich durch köstlich aussehende Leckereien probieren und, und, und.

Dazu kam noch, dass dort sogar ein Stand meiner Lieblingshandtaschenmarke war. Auf die Marke bin ich nur durch Zufall vor einiger Zeit in Berlin gestoßen, weil sie dort für ein paar Monate einen Pop Up Store hatten. Das Besondere an den Taschen und Schuhen ist, dass die Marke alte nicht mehr verwertbare Lederreste von sämtlichen Produzenten abkauft, recycelt und aufwertet, und anschließend Einzelstücke daraus anfertigt. Jede Tasche ist also ein Unikat!! Wie damals in Berlin, bin ich dieses Mal auch fündig geworden – eine wundervolle Tasche in blau bzw. creme Farben. Hätten sie dort meine Schuhgröße gehabt, hätte ich auch glatt noch ein paar Schuhe mitgenommen.


Le Rex

Nach der Messe ging es weiter zum Rax, dem Kino mit dem europaweit größtem Kinosaal, der sage und schreibe 2702 Plätze besitzt, ist das nicht der Wahnsinn? Um einen generellen Einblick über das Kino und dessen Geschichte zu bekommen, haben Viktoria und ich an der Führung durch die Rex Studios teilgenommen. Die war richtig gut und unterhaltsam gestaltet, zwischendurch konnte man sogar kurz selbst in die Rolle eines Schauspielers schlüpfen. Nach der Führung ging es dann weiter ins Kino – leider nicht in den riesigen Saal. Dort haben wir Malefique bzw. Maleficent geschaut, der Film hat uns beiden sehr gut gefallen und war überraschenderweise auch echt gut auf Französisch zu verstehen.


Die fünfte, tolle Woche ist vorbei. Mal schauen, was sich in der nächsten Woche Schönes ergibt.

Bis dahin,
Eure Catalina

Week 4 in Paris

14.10.2019 – 20.10.2019

An meinem vierten Wochenende hat mich meine liebe Laura besucht!! Nach einem Hin und Her wegen Verspätungen mit dem Zug ist sie zum Glück nur eine Stunde später als geplant am Freitagabend bei mir angekommen. Wir haben es uns dann noch mit Wein, Baguette und einer leckeren Käseplatte bei mir zu Hause gemütlich gemacht und erstmal eine ordentliche Runde gequasselt – wie das halt so ist, wenn man sich länger nicht gesehen hat.


Sephora

Am Samstag sind wir ganz entspannt in den Tag gestartet. Weil der Brunch im Café Season in meiner 2. Woche so lecker war, sind wir dort glatt nochmal hin, um uns für den Tag zu stärken. Diesmal habe ich mich leckere Bananen-Caramel Pancakes sowie ein Brötchen mit Avocado und Ei entschieden. Im Nachhinein hätte wahrscheinlich auch eins der beiden Gerichte gereicht, aber es sah unwahrscheinlich gut aus und nach der Warterei vor dem Café (ja, man muss wirklich anstehen, um ins Café zu kommen) hatte ich einen Bärenhunger.

Eigentlich wollten wir nach unserem köstlichen Brunch auf den Arc de Triomphe hoch, aber die Schlange für die Tickets war so lang, dass wir uns das kurzerhand anders überlegt haben und stattdessen ein bisschen auf der Champs Elysées gebummelt sind. Bei Sephora hängen geblieben, landeten wir spontan in einem Make-Up Workshop. Weil so viele Mädels gleichzeitig angequatscht wurden, war kein Platz mehr für uns beide und einer von uns beiden sollte als Vorführmodell dienen – das war in dem Fall ich. Leider stand vor mir selbst kein Spiegel, d.h. ich konnte nicht sehen, wie ich geschminkt werde und musste ganz darauf vertrauen, dass ich danach nicht aussehe wie in einen Tuschkasten gefallen…:D Eins kann ich sagen: Gefühlt hatte ich noch nie so viel Make-Up bzw. so viele Produkte in meinem Gesicht wie an diesem Tag…:D Bis jetzt sah soweit auch noch alles gut aus, doch als mir der Lidschatten auf die Augen getragen wurde, habe ich mich fast nicht wiedererkannt (Spaß, ganz so schlimm war es nicht), aber dennoch schlimm genug, um direkt danach wieder abzuschminken. So hätte ich nicht durch die Stadt laufen können, denn ich sah ein bisschen aus wie ein Clown.

Am Ende des Tages sind Laura und ich nochmal auf das Rooftop der Galeries Lafayette gefahren, um von dort aus einen Blick über Paris zu erhaschen. Anschließend haben wir den Abend wieder gemütlich bei Wein, Käse und Baguette ausklingen lassen.


I just love relaxing…

Gegen Mittag habe ich Laura zum Bahnhof gebracht. Nachdem wir vor Ort gemütlich einen Macaron gegessen und einen Kaffee getrunken hatten, war es leider schon wieder an der Zeit sich voneinander zu verabschieden. Schade, wie schnell das schöne Wochenende wieder umging. Zurück zu Hause, habe ich mich für den Nachmittag in mein Bett gekuschelt und fleißig Serien geschaut, also nichts wirklich Spannendes. Nach sonst immer relativ actionreichen Wochenenden brauchte ich mal einen Sonntag nur für mich – zum Entspannen, Runterkommen und einfach mal Nichtstun.

Kuschelige Grüße aus Paris,
Catalina

Week 3 in Paris

07.10.-13.10.2019

Drei Wochen sind um, das heißt ich hab noch sieben Wochen vor mir. Das hört sich jetzt vielleicht nach viel an, aber die Zeit vergeht einfach so unglaublich schnell – c’est incroyable!! Manchmal wünschte ich echt der Tag hätte 48 Stunden, an anderen Tagen denk ich mir, wann ist der Tag endlich vorbei…Wobei ersteres eindeutig überwiegt! Um den eigentlichen Grund meines Aufenthaltes nicht aus den Augen zu verlieren – Arbeit in Paris – ein paar Worte zu meiner Arbeitswoche: Ich habe so ziemlich alles geschafft, was für diese Woche geplant war und einige neue Dinge dazugelernt, unter anderem auch Unterschiede in Arbeitsprozessen im Vergleich zu Deutschland. Aber nun zu meinem Wochenende. Wo war ich das Wochenende, was habe ich angesehen, was habe ich erlebt?

Mont-Saint-Michel

5:30 Uhr: Mein Wecker klingelt und das wohlgemerkt an einem Samstag. Warum zur Hölle sollte ich so früh aufstehen?

An diesem Samstag stand endlich mein Tagesausflug nach Mont-Saint-Michel an!! Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut und wollte unbedingt dorthin, trotz der langen Anreise und dem dafür vergleichsweise nur kurzen Aufenthalt. Um 7:15 Uhr starteten wir mit dem Bus aus Paris Richtung Normandie. Nach 4,5 Stunden Busfahrt haben wir dann endlich das Ziel erreicht und sind in La Caserne angekommen. Die letzten beiden Kilometer zur Abtei Mont-Saint-Michel kann man entweder zu Fuß über die Brücke gehen und die Landschaft genießen oder man nimmt ganz einfach den Shuttle. Wir entschieden uns für ersteres.

Am anderen Ende der Brücke angekommen gelangt man durch kleine Gassen hoch zum Kloster. Ich kann nur jedem empfehlen auch einen Blick ins Innere des Kloster zu werfen und es sich nicht nur von Außen anzusehen, denn es ist definitiv sehenswert! Der Eintritt ist für U26-Jährige ebenfalls wieder kostenlos. Im Kloster wir einem zunächst demonstriert, wie sich es sich nach und vergrößert hat. Anschließend beginnt der Rundweg durch die Klosterräumlichkeiten. Von der obersten Terrasse hat man eine wunderbare Sicht auf die darunterliegende Landschaft sowie das Wattenmeer, bzw. Meer bei Flut.
Es ist so wunderschön dort, die ganze Natur und mal wieder eine ordentliche Brise Landluft, die man schnuppern kann.

Nach 4 Stunden vor Ort ging es mit dem Bus zurück nach Paris, wo wir ca. gegen 21 Uhr eintrudelten. Ein unglaublich schöner, aber auch anstrengender Tag ging zu Ende. Würde ich den Trip nochmal machen? Ja, definitiv. Das nächste Mal würde ich mir allerdings ein Auto mieten wollen und eventuell eine Nacht bleiben, um auch wirklich den ganzen Tag etwas von diesem tollen Ort zu haben. Btw, falls ihr es nicht wusstet, der Berg und die Bucht gehören seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe.


Sainte Chappelle und Concergerie

Am Sonntag stand erstmal Ausschlafen auf dem Plan. Anschließend habe ich mir zusammen mit Viktoria die Sainte Chappelle und die Concergerie angeschaut. Die Sainte Chappelle ist die frühere Palastkapelle der ehemaligen königlichen Residenz Palais de la Cité, beeindruckend sind die riesigen Fenster aus wunderschönen Glasmosaiken. Je nachdem wie die Sonne darauf scheint, leuchten die Fenster in unterschiedlichen Farben. Deshalb mein Tipp: die Kappelle unbedingt bei schönem Wetter anschauen!! Die Concergerie hingegen ist das ehemalige Staatsgefängnis, in dem zu früheren Zeiten Personen wie Danton oder Marie Antoinette gefangen gehalten wurden. Sollte man sich meiner Meinung nach auch einmal angesehen haben.


Weil das Wetter an diesem Sonntag wieder so toll mitspielte, haben wir den Nachmittag bzw. Abend im Jardin du Luxembourg ausklingen lassen. Und ich kann nur sagen WOW! So ein wunderschöner Park mit buntem Blumenmeer, wie aus einem Märchen. Dieser Park gehört definitiv zu den schönsten ganz Paris. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass der Park nicht das ganze Jahr über so schön sei, denn über die Wintermonate werden die Blumen ausgepflanzt, damit sie nicht kaputtgehen. Also unbedingt in den wärmeren Monaten angucken kommen!!

Bis dahin,
Catalina

Week 2 in Paris

30.09.-06.10.2019

Die ersten beiden Wochen in Paris vergingen einfach wie im Flug. Dank meines Navigo Découverte (Monatskarte), den ich mir für Oktober geholt habe, traue ich mich jetzt auch häufiger Metro zu fahren. Irgendwie finde ich die Metro hier in Paris nicht so ganz einleuchtend…:D

In meiner zweiten Woche bin ich also häufiger unter der Woche nochmal nach Paris herein gefahren, an der Seine spazieren gewesen, die Notre-Dame angeschaut und durch das Viertel Marais geschlendert. Aufgrund des Brandes der Notre Dame dieses Frühjahr, ist leider alles um die Kathedrale herum mit Zäunen abgesperrt. Den schönsten Blick bekommt man, wenn man über die Rue de la Cité auf die Île de la Cité geht. Dabei stechen einem die Absperrzäune zum Glück nicht direkt ins Auge.


Schlemmer Samstag

Wie könnte ein Morgen besser starten als mit einem leckeren Brunch und einem guten Kaffee? Am Samstagvormittag war ich mit vier Mädels im Café Season zum Brunchen verabredet. Lustigerweise habe ich sie nur durch Viktoria kennengelernt, die ich ebenfalls erst eine Woche zuvor im Petit Palais getroffen habe.

An diesem Samstag habe ich zum ersten Mal eine Açai Bowl probiert. Mein Fazit: Sie war nicht schlecht, allerdings hat mir das Avocadobrot, welches ich mir dazu bestellt hatte, noch besser geschmeckt!! Ein schaumiger, leckerer Latte durfte dabei ebenfalls nicht fehlen.


Anschließend wollten wir uns das Musée de l’Art décoratif anschauen. Weil das Wetter nicht schlecht war, haben wir uns zu Fuß auf den Weg zum Museum gemacht. Dabei haben wir unter anderem das Denkmal von Prinzessin Diana sowie den Jardin des Tuileries gesehen. Angekommen am Museum, mussten wir nur unseren Personalausweis vorzeigen und konnten uns den Eintrittspreis sparen, denn das coole an Paris ist, dass viele Eintritte für junge Leute (U26) kostenlos sind. Würde ich das Museum weiterempfehlen? Ja und nein. Wie in vielen Museum gab es auch hier Sachen, die mich nicht so recht interessiert haben, wie z.B. Altarschmuck. Auf der anderen Seite wurden dort einige, richtige Hingucker an Möbeln ausgestellt, die wirklich sehenswert waren. Es hilft sicherlich sich vorher zu informieren, was in dem Museum ausgestellt wird und ob es einen interessiert.


Weil sich nach dem Museumsbesuch der kleine Hunger bei uns breit machte, bot es sich förmlich an, den „weltbesten“ Cinnamon Bun der Circus Bakery im Viertel Marais zu probieren. Kaum kamen wir an der Bäckerei an, wurden die frischen Cinnamon Buns aus dem Backofen geholt – alles roch unheimlich gut nach Leckereien, der Appetit wurde immer größer. Man sagt ja auch häufig, das Auge isst mit, bei diesem Cinnamon Bun isst definitiv alles mit: Augen, Nase und selbstverständlich auch der Mund. Er war wirklich super lecker und ich denke, es war nicht der letzte, den ich hier gegessen habe…Was für ein köstlicher Samstag!!


Montmartre

Am Sonntag habe ich mich vormittags mit Viktoria verabredet, um gemeinsam die Gegend Montmartre zu erkunden. Angekommen sind wir bei der Metrostation Anvers und sind anschließend von dort aus die Straße Richtung Sacre Coeur hochgegangen – vorbei an kleinen Boutiquen, Souvenirläden und Patisserien. Am Fuß der Treppen vor der Sacre Coeur Basilika befindet sich ein ganz bekannter Fotospot, den viele wahrscheinlich auf Instagram schon einmal gesehen haben. Das heißt, was haben wir gemacht? Natürlich auch erst einmal ein Foto vor dem besagten Fotospot.

Nach unzähligen Treppenstufen (okay, so viele sind es eigentlich gar nicht) kommt man am Vorplatz der Basilika an. Wir haben uns dann die Sacre Coeur von innen angesehen – Ein wirklich beeindruckendes Gebäude, leider nur menschenüberfüllt. Man sollte wahrscheinlich wirklich früh hier sein, um das ganze Getrubel ein wenig zu vermeiden. Wir hatten kurz überlegt, ob wir noch auf den Dom hochgehen, um von dort aus einen Blick über Paris zu erhaschen, doch 7€ war uns ein wenig zu teuer. Der Blick vor der Sacre Coeur Paris war sehenswert genug!

Unsere Erkundungstour durch Montmartre ging weiter. An jeder Ecke kann man etwas Neues entdecken. Wie gefühlt überall in Paris gibt es hier in Montmartre auch schöne, einladende Cafés, süße Boutiquen, einen kleinen Weinhang (ja, richtig gelesen, Weinhang mitten in Paris) und und und. Aber vor allem Künstler und deren Werke sowie einige coole Vintage Läden. Das Maison Rose und die Moulin Rouge sowie die Wand, auf der in über 300 Sprachen Ich liebe dich geschrieben steht, haben wir uns selbstverständlich auch nicht entgehen lassen.

Gegen Nachmittag haben wir uns trotz der tollen Auswahl an Cafés gegen eine Mahlzeit vor Ort und stattdessen für einen Snack an der Seine entschieden. Der Snack bestand aus einem frischem Baguette und einem leckeren Riesenmacaron à la pistache. Dank des schönen Wetters am Sonntag haben wir die kleine Vergnügungspause an der Seine umso mehr genießen können.


Der krönende Abschluss des Wochenendes war den Sonnenuntergang von der Dachterrasse der Galeries Lafayette zu beobachten, auf die man sogar kostenlos hochfahren kann. Es war sicherlich ein schönes, aufregendes und gelungenes Wochenende mit ganz vielen neuen Eindrücken und netten Menschen, die ich kennenlernen durfte!

Bis zum nächsten Mal,
Eure Catalina

Week 1 in Paris

22.09.-29.09.2019

Zu meiner ersten Arbeitswoche lässt sich sagen, ich wurde sehr lieb in meiner Abteilung empfangen und ich fühlte mich direkt wohl. Kleiner Einwand nebenbei, aus Deutschland bin ich es gewohnt so gegen 8 Uhr im Büro zu sein und meist bis 15:30/16:00 zu arbeiten. Hier in Frankreich ist das ein bisschen anders. Die meisten trudeln erst gegen 9/10 Uhr ein und arbeiten dafür bis 19/20 Uhr. Was auf den ersten Blick ganz schön lange erscheint, wird durch eine entspannte, ausgiebige Mittagspause ein wenig verkürzt. Dennoch ist es eindeutig ein anderer Arbeitsalltag als in Deutschland.

Ein kleiner Funfact nebenbei: Wenn ich aus dem Bürofenster gucke, kann ich den Eiffelturm von hieraus sehen. Wer erkennt ihn?


TOUR EIFFEL

À propros Tour Eiffel, das war meine erste Sehenswürdigkeit, die ich mir hier angeschaut habe. Am Freitagnachmittag, nach der Arbeit, war ich eigentlich etwas müde, konnte es aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren bis jetzt noch so rein gar nichts von Paris gesehen zu haben. Also was habe ich gemacht? Ich habe mich aufgerafft und bin los zum Eiffelturm gefahren. Dank Google Maps habe ich den Weg zum Eiffelturm schnell gefunden und als ich ihn so aus der Nähe gesehen habe, konnte ich einfach nicht anders als über beide Gesichtshälften zu grinsen. Ein „einfaches“ Bauwerk hat richtige Glücksgefühle in mir ausgelöst. Und bereits da wusste ich, die Stadt Paris hat mich in ihren Bann gezogen. Abends bin ich dann kaputt, aber überglücklich ins Bett gefallen.


VERSAILLES

Mein eigentlicher Plan für den ersten Samstag war es die Île-de-la-Cité ein wenig zu erkunden, doch das Wetter war überraschenderweise so schön, dass ich meine Pläne kurzer Hand umgeschmissen habe und mich dazu entschloss nach Versailles zu fahren. In Versailles angekommen, war das Wetter leider nicht ganz so prickelnd wie in Paris selbst. Erst hatte ich Angst, dass es vielleicht doch nicht so schlau war, sich Versailles heute anzuschauen…später wurde ich jedoch eines Besseren belehrt – zum Glück! Nach einigen Schritten zum Schloss, wurde ich dort – wie eigentlich nicht anders zu erwarten – von riesigen Menschenschlangen begrüßt, die nur darauf gewartet haben, sich das Schloss endlich von innen anzuschauen.

Mein allererster Gedanke bei diesem Anblick: Will ich mich da jetzt wirklich 2 Stunden anstellen? Nein, will ich nicht. Was kann ich tun, um die Warterei zu umgehen? Ich habe mich kurzerhand dazu entschlossen eine Gruppenführung zu buchen, mit der ich einfach an den Warteschlangen vorbeispazieren konnte. Gesagt, getan. Es war sogar ein ganz besondere Tour, eine VIP-Tour, mit der man sogar Räume sehen konnte, die für die Öffentlichkeit nicht zu sehen sind. Hat sich das Geld dafür gelohnt? DEFINITIV! Die Räume, die man durch die Tour gesehen hat, haben sich mehr als gelohnt und ein weiterer Pluspunkt war auf jeden Fall, dass man so gut wie allein mit seiner Gruppe in den Räumlichkeiten war. Kein Gedrängel, kein Geschubse!! Wir waren zu 12. in der Gruppe und dementsprechend auch meist nicht mehr als 12 Leute in den Räumen, die wir gesehen haben. Man konnte die Tour also in vollen Zügen genießen. Und wusstet ihr, dass Versailles sogar eine eigene Oper hat? Diese wird zu speziellen Aufführungen sogar heute noch genutzt. Ich war so fasziniert und beeindruckt von Allem, was ich zu sehen bekommen habe, dass ich das gar nicht richtig in Worte fassen kann. Hier stattdessen ein paar Eindrücke, die ich gesammelt habe:


JARDINS DE VERSAILLES

In meiner Tour war der Eintrittspreis der Gärten bereits inkludiert (normaler Eintrittpreis: ca. 10€). Ich konnte also einfach nach der geführten Tour durch das Schloss weiter in die Gärten, um sie auf eigene Faust zu erkunden. Zu meinem Glück ist der anfängliche etwas graue Himmel nach der Besichtigung des Schlosses aufgerissen und die Sonne hat den ganzen Nachmittag geschienen!

Wie nicht anders zu erwarten, sind die Gärten von Versailles ebenfalls unglaublich beeindruckend, ein reinstes Meer aus wunderschönen Brunnen, Blumen und grünen Flächen. Für diejenigen, für die die Erkundung zu Fuß zu anstrengend ist, gibt es sogar Golf Cars zu mieten, mit denen man, durch die Gartenanlage, ja vielmehr Parkanlage, fahren kann. Doch ich würde sagen, dass es zu Fuß einfach mehr Spaß macht. Ein kleiner Tipp hier: definitiv bequeme Schuhe anziehen, mit denen man viel laufen kann!!! Doch ich kann euch jetzt schon sagen, die bequemsten Schuhe können nach diesem Marsch trotzdem nicht verhindern, dass einem die Beine später weh tun. 😀

Doch nun zu den Gärten an sich: Hier wird überall klassische Musik gespielt, was den Spaziergang wirklich romantisch macht. Ein weiterer Vorteil, die Gärten sind so riesig, dass sich die vielen Menschen hier zum Glück leicht alle verlaufen, es ist also nirgends so richtig geballt an Menschen. Vielmehr möchte ich zu den Gärten auch eigentlich nicht sagen, denn die muss man einfach selbst einmal gesehen haben. Als kleiner Vorgeschmack hier ein paar Fotos aus den Gärten.


CAFÉ AU PETIT PALAIS

Einen Kaffee in einem Café in Paris? Das ist definitiv ein Muss. Und wie könnte es schöner sein als dabei noch liebe Mädels kennenzulernen? Am Sonntagmittag habe ich mich mit fünf ganz lieben Mädels auf einen Kaffee im Café de Petit Palais getroffen. Das Ganze kam lustigerweise durch Instagram zustande.

Anschließend sind wir dann weiter Richtung Marais Viertel gelaufen, wobei das Wetter leider nicht so mitgespielt hat – das war uns aber egal. Nach einem lauten Bauchgrummeln war klar, wir müssen definitiv was essen gehen und was wäre französischer als ein Crêpe? Ein Crêpe. 😀 Hier kommt auch schon ein kleiner Tipp von mir: die Crêperia Genia. Zwei Crêpes – ein süßes und ein salziges – plus ein Getränk für nur 5€, na wie hört sich das an? Super. Und es hört sich nicht nur super an, sondern schmeckt auch lecker. An diesem Sonntag habe ich dann also auch meine ersten beiden Crêpes in Paris gegessen und zum ersten Mal auch ein salziges. Das heißt als Hauptgang gab es eins mit Käse und Pilzen und als Dessert dann ein Crêpe mit Nutella.

Die Zeit verging wie im Flug, irgendwann gegen Spätnachmittag/Abend haben wir uns dann getrennt und sind Richtung nach Hause gegangen bzw. gefahren.

Was für eine tolle erste Woche in Paris!!

xoxo, Catalina

PARIS

BONJOUR PARIS!

Paris – die Stadt der Liebe. Meiner Meinung nach wird die Stadt diesem Titel definitiv gerecht. Ich denke die meisten, die schon einmal hier waren, können mir da bestimmt auch zustimmen. Der Charme, die Eleganz, das Vielfältige, Paris zieht einen eindeutig in seinen Bann – ich würde sagen, ich habe mich ein bisschen in die Stadt verliebt…Atemberaubende Gebäude mit wunderschönen Verzierungen, tolle Spaziergänge an der Seine, der beeindruckende Eiffelturm (jedes Mal wieder, wenn ich ihn sehe, beeindruckt er mich auf ein Neues), einladende, süße Cafés und Bistros und vieles mehr. Ich bin super happy darüber, dass mir dank meines Studiums die Möglichkeit gegeben wurde ins Ausland zu gehen und natürlich bin ich auch sehr glücklich mit meiner Städteauswahl Paris. Sowohl um hier einmal in das Arbeitsleben reinzuschnuppern als auch um die Erfahrung, diese wunderschöne Stadt zu erkunden. Ich denke man merkt jetzt schon, wie angetan ich von der Stadt bin…

2 Monate kann ich so viele Eindrücke und Erfahrungen wie nur möglich zu sammeln und das Leben in Paris genießen. Hoffentlich auch mal wieder ein bisschen meine Französischkenntnisse auffrischen, denn zugegebenermaßen sind diese leider in den letzten beiden Jahren ein wenig eingerostet…Ich möchte gern ein paar meiner Erfahrungen hier auf meinem Blog festhalten – für mich, für meine Freunde und Familie, für Dich? Vielleicht hilft es dir ja weiter, in dem es dir Inspirationen für deinen nächsten Paristrip gibt. Aber primär einfach als kleine Gedankenstütze an das, was ich hier alles erleben durfte.

Ganz viel Spaß beim Durchstöbern!

Eure Catalina

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